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Gustave Doré (1832-1883). Die mächtige Welt der Fantasie

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Gustave Doré ist ohne Zweifel einer der außergewöhnlichsten Künstler des 19. Jahrhunderts. Mit kaum fünfzehn Jahren begann er eine Karriere als Karikaturenzeichner und später als professioneller Illustrator - was ihm internationalen Ruhm einbrachte - bis er sich allen Bereichen der Kunst widmete: Zeichnen, Malerei, Aquarelle, Druckgrafik, Bildhauerei.
Sein immenses Talent brachte Doré in verschiedenen Genres ein, von der Satire bis zur Geschichte. So schuf er nach und nach gigantische Bilder und intimere Gemälde, flammende Aquarelle, virtuose Tuschezeichnungen, bissige Karikaturen, Druckgrafiken, fantastische Illustrationen oder auch barocke, drollige, monumentale, rästselhafte Skulpturen...

Als Illustrator wird Doré an den wichtigsten Texten gemessen (Die Bibel, Dante, Rabelais, Perrault, Cervantes, Milton, Shakespeare, Hugo, Balzac, Poe), was ihn zu einem wahren Brückenbauer der europäischen Kultur macht. Zudem spielt er eine entscheidende Rolle in der zeitgenössischen Vorstellungswelt, von Van Gogh bis hin zu Terry Gilliam, ganz zu schweigen von seinem Einfluss auf den Comic. All diese zahlreichen Aspekte versucht diese Retrospektive, die die erste seit dreißig Jahren ist, zu erkunden.


18. Februar - 11. Mai 2014
Musée d'Orsay - 62, Rue de Lille - 75007 Paris